Eine aktuelle Studie, über die die FTD jüngst berichtete, bestätigt endlich, was feine Beobachter schon immer gewusst haben: Der Besitz einer Immobilie schützt nicht automatisch vor Wertverlust; eine Immobilie schlägt nicht automatisch die Geldentwertung.
Der demographische Faktor
Neben der landläufigen Weisheit, wonach nur die „Lage, Lage, Lage“ die Wertentwicklung einer Immobilie entscheidend beeinflusst, kommen weitere wichtige Faktoren hinzu. Der wichtigste ist – wie könnte es anders sein – der demographische Faktor.
Gegenden, aus denen Menschen tendenziell abwandern, entwerten sich. Für Deutschland heißt das, es gibt nur eine einzige Region, die seit über 30 Jahren immer teurere wird: München und sein Umland.
Seien wir ehrlich: Auch das überrascht nicht.
Freitag, 17. April 2009
Donnerstag, 16. April 2009
US-Banken verdienen wieder Geld - wirklich?
Die Meldungen überschlagen sich: Nach Fargo und G Sachs verkündet auch JPMorgan einen Milliardengewinn. Man reibt sich verwundert die Augen.
War´s das mit der Finanzkrise?
Leider muss man nicht mal besonders genau hinschauen, um festzustellen, dass diese „Gewinne“ nur aufgrund neuer US-Bilanzregeln möglich sind. Statt hier noch strengere Maßstäbe anzulegen, wurden diese Bilanzregeln so verändert, dass die Geldhäuser ihre Leichen nicht aus dem Keller holen müssen. Die wertlosen Wertpapier (welch herrlicher Widerspruch!) dürfen aus der Bilanz rausgeschönt werden. Das ist so, als wenn sich ein Krebskranker durch die Vernichtung seiner Krankenakte für gesund erklärt.
Die Party geht weiter.
War´s das mit der Finanzkrise?
Leider muss man nicht mal besonders genau hinschauen, um festzustellen, dass diese „Gewinne“ nur aufgrund neuer US-Bilanzregeln möglich sind. Statt hier noch strengere Maßstäbe anzulegen, wurden diese Bilanzregeln so verändert, dass die Geldhäuser ihre Leichen nicht aus dem Keller holen müssen. Die wertlosen Wertpapier (welch herrlicher Widerspruch!) dürfen aus der Bilanz rausgeschönt werden. Das ist so, als wenn sich ein Krebskranker durch die Vernichtung seiner Krankenakte für gesund erklärt.
Die Party geht weiter.
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Banken
Dienstag, 14. April 2009
Ist der Frühling schon da?
Die schlechten Nachrichten für die Realwirtschaft im Euroraum reißen nicht ab; das deutsche „Propheteninstitut“ DWI hat inzwischen erklärt, es werde keine Prognose mehr für 2010 abliefern, da die ganze Branche inzwischen in Erklärungsnotstand sei. Das ist zumindest ein ehrliches Eingeständnis der Hilflosigkeit angesichts immer neuer Entwicklungen.
Entgegen der Realwirtschaft kennen die Börsen neuerdings nur eine Richtung: Die nach oben! Zwar kann man noch immer nicht von einem klaren Trend sprechen, aber die Kurssprünge, die beispielsweise in Wien zu verzeichnen sind (Erste, VIG, RI), haben doch etwas für sich. Wer die Erste Group in der „schwärzesten Nacht“ für sieben Euro gekauft hat, kann sich auf über 100 Prozent Gewinn freuen. Nur: Wer hat gekauft, in jener "schwarzen Nacht", als jeder vom Untergang zitterte?
Wenn, hätte, sollte – die Börsen ändern sich nicht, und schon gar nicht die Menschen.
Die Sonne scheint, alles wird besser. Oder nicht?
Entgegen der Realwirtschaft kennen die Börsen neuerdings nur eine Richtung: Die nach oben! Zwar kann man noch immer nicht von einem klaren Trend sprechen, aber die Kurssprünge, die beispielsweise in Wien zu verzeichnen sind (Erste, VIG, RI), haben doch etwas für sich. Wer die Erste Group in der „schwärzesten Nacht“ für sieben Euro gekauft hat, kann sich auf über 100 Prozent Gewinn freuen. Nur: Wer hat gekauft, in jener "schwarzen Nacht", als jeder vom Untergang zitterte?
Wenn, hätte, sollte – die Börsen ändern sich nicht, und schon gar nicht die Menschen.
Die Sonne scheint, alles wird besser. Oder nicht?
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Vermögen: Aktien
Freitag, 10. April 2009
Pradoxe Welt
Die Situation auf den Finanzmärkten kurz vor Ostern ist bemerkenswert. Gestützt auf einige positive Zahlen aus den USA (Wells Fargo) heben die westlichen Börsen zu einer Osterrallye ab. Im Osten sieht es im Hinblick auf die Börsen nicht schlechter aus; in Ungarn, einem der Sorgenkinder der Region, steigt der BUX, der Forint klettert zum Euro auf ein Zweimonatshoch.
Real- versus Finanzwirtschaft
In krassem Gegensatz zu diesen positiven Tendenzen entwickelt sich die Realwirtschaft. Hier ist von weiter abstürzenden Kennzahlen die Rede, von steigender Arbeitslosigkeit und von weiteren Firmenpleiten.
Paradoxe Welt!
In dieser Situation müssen Sie als Anleger sehr, sehr vorsichtig agieren; wer bereits das Schlimmste überwunden glaubt und jetzt freimütig in die Aktien geht, könnte böse auf die Nase fallen...
Real- versus Finanzwirtschaft
In krassem Gegensatz zu diesen positiven Tendenzen entwickelt sich die Realwirtschaft. Hier ist von weiter abstürzenden Kennzahlen die Rede, von steigender Arbeitslosigkeit und von weiteren Firmenpleiten.
Paradoxe Welt!
In dieser Situation müssen Sie als Anleger sehr, sehr vorsichtig agieren; wer bereits das Schlimmste überwunden glaubt und jetzt freimütig in die Aktien geht, könnte böse auf die Nase fallen...
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Vermögen: Aktien
Donnerstag, 9. April 2009
Was kann und soll eine Lebensversicherung?
Über eine klassische Lebensversicherung kann man den größten Schwachsinn lesen. Zumeist wird in den Rankings der „magere“ Ertrag beklagt.
Drei bis fünf Prozent – mehr ist bei einer klassischen LV nicht drin. Damit ist dieses Produkt sicherlich kein Renditeturbo, aber zum einen ist die LV als Sondervermögen sehr sicher und zum anderen hat sie zusätzlich die Aufgabe, im vorzeitigen Todesfall die Hinterbliebenen mit der Todesfallsumme ab-zu-sichern.
Das bedeutet konkret für den Versicherer: Er zahlt Geld aus, das er nie bekommen hat und auch nicht mehr bekommen wird! Für ihn ist es also ein Verlustgeschäft. Und nur weil ein vorzeitiger Tod - Gott sei dank - nicht allzu oft eintritt, gibt es überhaupt diese Lösung zu erschwinglichen Preisen.
Die LV ist also nicht das Problem; wenn aber der Berater die LV als Lösung präsentiert, obwohl das Ziel des Partners ein anderes ist - dann, ja dann ist nicht die klassische LV Mist, sondern der Berater.
Drei bis fünf Prozent – mehr ist bei einer klassischen LV nicht drin. Damit ist dieses Produkt sicherlich kein Renditeturbo, aber zum einen ist die LV als Sondervermögen sehr sicher und zum anderen hat sie zusätzlich die Aufgabe, im vorzeitigen Todesfall die Hinterbliebenen mit der Todesfallsumme ab-zu-sichern.
Das bedeutet konkret für den Versicherer: Er zahlt Geld aus, das er nie bekommen hat und auch nicht mehr bekommen wird! Für ihn ist es also ein Verlustgeschäft. Und nur weil ein vorzeitiger Tod - Gott sei dank - nicht allzu oft eintritt, gibt es überhaupt diese Lösung zu erschwinglichen Preisen.
Die LV ist also nicht das Problem; wenn aber der Berater die LV als Lösung präsentiert, obwohl das Ziel des Partners ein anderes ist - dann, ja dann ist nicht die klassische LV Mist, sondern der Berater.
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die klassische,
Lebensversicherung
Mittwoch, 8. April 2009
Aktienfrühling?
Das Wirtschaftsblatt berichtet, die Ampeln stünden für Aktienanleger noch nicht auf Grün, aber auch nicht mehr auf Rot – sondern auf Gelb. Zumindest nach Erste Group-Chefanalyst Friedrich Mostböck. Der Abwärtstrend sei zwar "noch intakt", aber die Bewertungen seien teilweise "absurd günstig“; daher stufe man die Aktiengewichtung in den globalen Portfolios zum ersten Mal seit Ende 2008 wieder auf Neutral hoch. Mit besonders günstigen Bewertungen locke die Region Osteuropa, meint Co-Analyst Henning Eßkuchen.
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Vermögen: Aktien
Dienstag, 7. April 2009
Kindergeld "macht" keine Kinder!
Demographisches Desaster und kein Ende. Renten- und Pflegetsunami ungebremmst.
Wie die FTD berichtet, hatten 2007 die "Deutschen" (soll heißen, die in Deutschland lebenden Menschen) zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder mehr Kinder bekommen. Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte das vor allem auf die Einführung des Elterngelds im selben Jahr zurückgeführt; vor allem für besser verdienende Frauen und Männer sollten Anreize geschaffen werden, sich für Kinder zu entscheiden.
Nun stellt sich heraus, dass Kindergeld noch lange keine Kinder "macht".
Denn die Zahl der Geburten in Deutschland ist laut FTD im vergangenen Jahr entgegen den bisherigen Erwartungen zurückgegangen.
2008 wurden in Deutschland 675.000 Kinder lebend geboren. Das sind rund 8000 oder 1,1 Prozent weniger als 2007, als 683.000 Kinder zur Welt kamen.
Eine Trendwende wird es nur dann geben, wenn es eine Änderung in der Ausrichtung der Menschen gibt; wenn Kinder wieder als wunderbares Geschenk angesehen werden und nicht als "Konsumfaktoren". Das gilt natürlich für alle Länder Europas.
Wie die FTD berichtet, hatten 2007 die "Deutschen" (soll heißen, die in Deutschland lebenden Menschen) zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder mehr Kinder bekommen. Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte das vor allem auf die Einführung des Elterngelds im selben Jahr zurückgeführt; vor allem für besser verdienende Frauen und Männer sollten Anreize geschaffen werden, sich für Kinder zu entscheiden.
Nun stellt sich heraus, dass Kindergeld noch lange keine Kinder "macht".
Denn die Zahl der Geburten in Deutschland ist laut FTD im vergangenen Jahr entgegen den bisherigen Erwartungen zurückgegangen.
2008 wurden in Deutschland 675.000 Kinder lebend geboren. Das sind rund 8000 oder 1,1 Prozent weniger als 2007, als 683.000 Kinder zur Welt kamen.
Eine Trendwende wird es nur dann geben, wenn es eine Änderung in der Ausrichtung der Menschen gibt; wenn Kinder wieder als wunderbares Geschenk angesehen werden und nicht als "Konsumfaktoren". Das gilt natürlich für alle Länder Europas.
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Werte - Welche Werte?
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