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Montag, 6. April 2009

AWD & Co. von Krise schwer gebeutelt

Die FTD berichtet über die Schwierigkeiten der "Dreibuchstaben"-Finanzvertriebe, wie beispielsweise AWD, die vor allem in Österreich schwer beschädigt sind.

Finanzvertriebe galten als Drückerkollonnen und damit als Schmuddelkinder der Branche. Das Image sei zwar inzwischen aufpoliert, aber nun setze die Krise dem Geschäftsmodell heftig zu, berichtet die FTD.

Bei MLP halbierte sich 2008 der Gewinn

Der Wieslocher Vertrieb MLP musste für 2008 eine Halbierung des Jahresgewinns von 114 Mio. Euro im Jahr 2007 auf 57 Mio. Euro im Jahr 2008 hinnehmen. Und der Negativtrend der letzten drei Monate des Jahres 2008 werde sich 2009 fortsetzen - denn bislang sei keine wirkliche Besserung der Nachfrage in Sicht.

In dieser Situation setzten einige Vertribe auf Expansion; doch diese werde nicht leicht. Das liege an der etablierten Konkurrenz, die im Wettbewerb nicht schlafe. Zudem seien viele Kunden, die erhebliche Summen verloren hätten, auf Distanz gegangen. Soweit die FTD.

Quelle: http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Nach-dem-Imagewandel-Wie-die-Krise-den-Finanzvertrieben-zusetzt/495302.html

In diesem Zusammenhang gibt es Berichte von Insidern, die von schweren Verlusten für den AWD in Österreich wissen. Ganze Büros seien inzwischen geschlossen worden. Dass der Verlust auf dem Papier nicht so dramatisch ausschaut, hängt damit zusammen, dass langfristige Produkte - etwa Lebensversicherungen - eine Laufzeit von 20-30 Jahren haben. Diese Produkte werden in der Regel nicht storniert, daher bleiben sie in der Bilanz des Unternehmens sichtbar - auch wenn der Kunde mit dem AWD nichts mehr zu tun haben will.

Montag, 23. März 2009

Sammelklage gegen AWD ohne Chance?

Die Sammelklagen, wie sie derzeit wegen möglicher Beratungsfehler von Finanzdienstleistungsassistenten (FDLA) gegen den Strukturvertrieb AWD geplant sind, werden wahrscheinlich vor Gericht abgewiesen, berichten mehrere Zeitungen.

In diesem Fall würde die Sammelklage in Tausende Einzelklagen zerfallen, was sehr viel teurer wäre.

Wolfgang Göltl, Fachverbandsvorsitzender der Finanzdienstleister in der WKO, wehrt sich indes gegen das schlechte Image seiner Branche. Der überwiegende Teil arbeite absolut seriös, ist sich Göltl sicher. Auch verstehe er nicht, warum die Finanzmarktaufsicht (FMA) immer behaupte, dass die FDLA zu wenig Wissen hätten, obwohl sie genau das zu überprüfen hätte.

Montag, 23. Februar 2009

AWD

AWD-Chef Rauscher: "Unsere Berater trauen sich nicht mehr in die Kirche"

Der Finanzdienstleister AWD sieht sich ungerechtfertigt im Visier des Konsumentenschutz. Einige Anleger, die jetzt mit Verlusten konfrontiert sind, hätten schließlich gegen die Empfehlung ihrer Berater gehandelt, titelt das WB.


Egal, wie die Klage ausgeht - für den AWD-Österreich ist die Debatte ein so gewaltiger Imageschaden, dass er für den kommenden 2-3 Jahre kräftig verlieren wird. Danach haben die Menschen den Skandal wieder vergessen ...

Freitag, 20. Februar 2009

AWD, MLP, SwissLife

Gewinneinbruch bei der SwissLife!

Das WB schreibt eine schauerliche Meldung:

"Der Schweizer Lebensversicherer Swiss Life hat 2008 trotz Milliardenerlösen aus dem Verkauf von Unternehmensteilen einen herben Gewinnrückgang erlitten. Der Gewinn sank wegen Abschreibungen und realisierten Verlusten auf Kapitalanlagen infolge der Finanzkrise auf 340 Mio. Franken ab, von 1,37 Mrd. Franken im Jahr davor."

MLP rennt nicht gut...

Außerdem habe Swiss Life für seine MLP-Beteiligung eine Wertberichtigung von rund 100 Mio. Euro vorgenommen. Swiss Life hatte die rund 24-prozentige Beteiligung am deutschen Finanzmakler MLP im August für 470 Mio. Franken von AWD-Chef Carsten Maschmeyer erworben, nachdem die Schweizer dessen Unternehmen geschluckt hatten. MLP wehrte sich jedoch gegen seinen unerwünschten Großaktionär mit Hilfe der Allianz; die Beteiligung hat sich zunehmend als Klotz am Bein erwiesen.

Swiss Life wolle nach Angaben vom Freitag fünf Franken je Aktie in Form einer Nennwertrückzahlung an die Aktionäre ausschütten. Im Vorjahr hatten die Anteilseigner noch 17 Franken erhalten.

Kommentar:
Was ist los mit den Vertriebszweigen AWD und MLP?

Mittwoch, 18. Februar 2009

MLP

Der AWD hat inzwischen richtig Probleme in Österreich! Nicht viel besser geht es einer anderen Drei-Buchstaben-Firma:

Die MLP-Aktie verlor gestern rund 8,5 % auf 9,24 EUR. In den letzten Wochen hatte sich die Aktie noch sehr gut entwickelt und war von unter 8 auf 10 EUR gestiegen. Damit liegt der Kurs aber immer noch deutlich unter jenem Niveau, zu dem der Versicherer Swiss Life bei MLP im vergangenen Jahr eingestiegen ist. Die Allianz besitzt derzeit 6,27 % der MLP-Aktien.

Swiss Life ist auch am AWD beteiligt - zu über 90%! Der "unabhängige" Finanzoptimierer? Ich lach mich tot...