Die FTD schreibt heute in euphorischer Tonlage, dass acht Monate nach der Lehman-Pleite als ein Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise die Zuversicht an den Märkten zurückkehre. Bei Investoren sitze das Geld wieder lockerer. Börsenkurse stiegen, Risikoprämien sinken – und die „Lust am Risiko“ sei wieder da.
In der Tat gehen die Börsen gerade ab wie Schmitts Katze. Der DAX ruckelt an der 5000er Marke, der BUX hat die 14.000er Marke locker genommen, der Forint zeigt seine Muckis. Tja, und unsereiner sitzt vor der Glotze und kennt sich nicht aus.
Denn die Makrodaten sagen etwas anderes. Die Arbeitslosigkeit steigt weiter an, die Beschäftigungsrate in Deutschland sackt unter 40 Mio. – von Ungarn, meinem anderen Indikator – ganz zu schweigen. An der schönen blauen Donau ist nur noch Chaos angesagt.
Vergessen wirs nicht: Die Börse handelt mit der Zukunft. Heute sind viele Händler gut drauf. Aber das kann sich sehr schnell ändern.
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Mittwoch, 20. Mai 2009
Dienstag, 7. April 2009
Mol wird russisch!
Nach dem OMV-Verkauf des rund 20 prozentigen MOL-Aktienpaketes an die russische Konkurrenz Surgutneftegaz schießen die Spekulationen ins Kraut. Soll die MOL russisch werden? Factum est: Der Preis war überteuert, Surgut gilt als kremlnah und bekommt durch den Einstieg bei MOL ein Mitspracherecht bei der Gestaltung der Energieversorgung in Europa. Welche Rolle spielte der inzwischen abgesägte ungarische Ministerpräsident Gyurcsány bei diesem Deal? Mit dem deutschen Ex-Kanzler Schröder (auch ein Kumpel von Gyurcsány) hat der Kreml bereits Einfluss über die Nordseepipeline. Nun soll Gyurcsány via Chefposten in dem Nabucco-Konsortium möglicherweise als "Verhinderer" des anti-russischen Projektes fungieren. Es bleibt spannend ...
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Donnerstag, 26. März 2009
Sie beschwören die Zukunft!
Anders als derzeit vielfach dargestellt haben die osteuropäischen Staaten durchaus Zukunft, sind sich Wirtschaftskammer-Wien-Präsidentin Jank und Vienna-Insurance-Group-Vorstandsvorsitzender Geyer sicher.
Die Slowakei habe weiterhin ein Wirtschaftswachstum von 2 %, davon könne die heimische Wirtschaft nach wie vor profitieren, betont Jank.
Geyer kündigte an, in der Slowakei gemeinsam mit dem Partner Erste Bank zur Nummer eins unter den slowakischen Versicherern aufsteigen zu wollen.
Was bleibt Geyer auch anderes übrig... er muss das sagen.
Die Slowakei habe weiterhin ein Wirtschaftswachstum von 2 %, davon könne die heimische Wirtschaft nach wie vor profitieren, betont Jank.
Geyer kündigte an, in der Slowakei gemeinsam mit dem Partner Erste Bank zur Nummer eins unter den slowakischen Versicherern aufsteigen zu wollen.
Was bleibt Geyer auch anderes übrig... er muss das sagen.
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Freitag, 20. März 2009
Zukunfstmarkt?
Der "Kurier" fragt UNIQA-Generaldirektor Klien um seine Einschätzung zur weiteren Entwicklung der Krise.
Lien meint, Osteuropa werde weiterhin der Zukunftsmarkt für die österreichische Wirtschaft bleiben. Er wolle die Region weder "schön- noch krankreden".
Ein wesentlicher Teil der Kapitalmarktkrise sei in einer nicht ganz richtigen Anwendung der Bewertungsregeln begründet, wobei man möglicherweise zu stark auf den Shareholder abgestellt und zu wenig auf eine sinnvolle Gewichtung von Aktiva und Passiva geachtet habe. Klien plädiert daher für eine vorübergehende Lockerung der Bewertungsregeln.
Merke: Wenn es zu einer Krise kommt, dann ist nur die "Bewertung" schuld! Oder: Wenn das Haus brennt, sollten wir uns die Flammen wegdenken, dann wird schon alles wieder gut...
Lien meint, Osteuropa werde weiterhin der Zukunftsmarkt für die österreichische Wirtschaft bleiben. Er wolle die Region weder "schön- noch krankreden".
Ein wesentlicher Teil der Kapitalmarktkrise sei in einer nicht ganz richtigen Anwendung der Bewertungsregeln begründet, wobei man möglicherweise zu stark auf den Shareholder abgestellt und zu wenig auf eine sinnvolle Gewichtung von Aktiva und Passiva geachtet habe. Klien plädiert daher für eine vorübergehende Lockerung der Bewertungsregeln.
Merke: Wenn es zu einer Krise kommt, dann ist nur die "Bewertung" schuld! Oder: Wenn das Haus brennt, sollten wir uns die Flammen wegdenken, dann wird schon alles wieder gut...
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Donnerstag, 12. März 2009
Österreich in Rumänien stark vertreten
Österreich ist aufgrund der Milliarden-Investitionen seiner Unternehmen, wie etwa der OMV bei Petrom oder der Erste Bank bei der BCR, der größte Auslandsinvestor in Rumänien.
Zusammengenommen kommen Erste Bank, Raiffeisen und Volksbanken auf einen beachtlichen Marktanteil von 35 %. Insgesamt haben Österreichs Banken (inklusive der zur UniCredit Group gehörende Bank Austria) rund 36 Mrd EUR an Krediten in Rumänien vergeben.
Österreichische Unternehmen sind auch in den Bereichen Versicherungen und Handel stark vertreten.
Das starke Engagement in dem ehemaligen Kronland rächt sich nun ganz besonders.
Zusammengenommen kommen Erste Bank, Raiffeisen und Volksbanken auf einen beachtlichen Marktanteil von 35 %. Insgesamt haben Österreichs Banken (inklusive der zur UniCredit Group gehörende Bank Austria) rund 36 Mrd EUR an Krediten in Rumänien vergeben.
Österreichische Unternehmen sind auch in den Bereichen Versicherungen und Handel stark vertreten.
Das starke Engagement in dem ehemaligen Kronland rächt sich nun ganz besonders.
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Freitag, 6. März 2009
VIG will in CEE weiter wachsen
Die Wiener Städtische/VIG rechnet für 2009 trotz der Verschärfung der Wirtschaftskrise in Zentral- und Osteuropa mit einem Wachstum in der Region: Man werde dort weiter wachsen, so Generaldirektor Geyer.
VIG-Chef Günter Geyer ist zudem der Überzeugung, dass viele Berichte über die Lage in CEE unrealistisch seien.
Die Frage ist, ob nicht Geyer derjenige ist, der die Lage unrealistisch einschätzt... der Boden in CEE ist zumindest noch nicht erreicht.
VIG-Chef Günter Geyer ist zudem der Überzeugung, dass viele Berichte über die Lage in CEE unrealistisch seien.
Die Frage ist, ob nicht Geyer derjenige ist, der die Lage unrealistisch einschätzt... der Boden in CEE ist zumindest noch nicht erreicht.
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Mittwoch, 4. März 2009
Forint stürzt ab!
Neuer Rekord: Für einen Euro musste man heute kurzzeitig bis zu 312 Forint zahlen! Inzwischen hat sich der Kurs auf 310 "beruhigt".
Nach Berechnungen der Analysten wird es ab "310" ein soziales Massaker in Ungarn geben; denn ein Großteil der Kredite wurde in fremder Währung (Schweizer Franken, Yen, Euro) aufgenommen. Noch im Sommer lag der Euro/Forint Kurs bei 1/230.
Nach Berechnungen der Analysten wird es ab "310" ein soziales Massaker in Ungarn geben; denn ein Großteil der Kredite wurde in fremder Währung (Schweizer Franken, Yen, Euro) aufgenommen. Noch im Sommer lag der Euro/Forint Kurs bei 1/230.
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Freitag, 27. Februar 2009
Osten schmiert ab?
Die Euphorie des WB teilt die FTD nicht!
Dort heißt es in einem lesenswerten Dossier:
Die Wirtschaftskrise trifft Osteuropa besonders hart. Kaum eine Regierung bekommt die Probleme in den Griff. Die Menschen lassen ihrer Wut freien Lauf. In Lettland musste der Premier schon abtreten, in Ungarn und der Ukraine drohen Unruhen. Ein Stimmungsbild.
Quelle: http://www.ftd.de/politik/europa/:Angst-Wut-Entt%E4uschung-Aufruhr-im-Osten/480087.html
Unruhen - wenn nicht mehr... Wird die "verratene Revolution" von 1989 nachgeholt?
Dort heißt es in einem lesenswerten Dossier:
Die Wirtschaftskrise trifft Osteuropa besonders hart. Kaum eine Regierung bekommt die Probleme in den Griff. Die Menschen lassen ihrer Wut freien Lauf. In Lettland musste der Premier schon abtreten, in Ungarn und der Ukraine drohen Unruhen. Ein Stimmungsbild.
Quelle: http://www.ftd.de/politik/europa/:Angst-Wut-Entt%E4uschung-Aufruhr-im-Osten/480087.html
Unruhen - wenn nicht mehr... Wird die "verratene Revolution" von 1989 nachgeholt?
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Osten startet durch?
Das WB schreibt heute euphorisch, Osteuropa feiere wieder:
Gestern pfui, heute hui: Osteuropa feiert wieder
Wer am Donnerstag blau machte, wird sich wundern: Einmal schaut man weg und schon ist Moskau acht Prozent im Plus. Auch die anderen Ostbörsen legten steil zu.
Quelle: http://www.wirtschaftsblatt.at/home/boerse/bost/363884/index.do?_vl_backlink=/home/index.do&_vl_pos=6.2.DT
... fragt sich nur, wie lange dieses Flackern anhält. In Ungarn z. B. schnellen die Arbeitslosenzahlen dramatisch in die Höhe. Wer soll jetzt konsumieren, kaufen, shoppen?
Fragen über Fragen.
Gestern pfui, heute hui: Osteuropa feiert wieder
Wer am Donnerstag blau machte, wird sich wundern: Einmal schaut man weg und schon ist Moskau acht Prozent im Plus. Auch die anderen Ostbörsen legten steil zu.
Quelle: http://www.wirtschaftsblatt.at/home/boerse/bost/363884/index.do?_vl_backlink=/home/index.do&_vl_pos=6.2.DT
... fragt sich nur, wie lange dieses Flackern anhält. In Ungarn z. B. schnellen die Arbeitslosenzahlen dramatisch in die Höhe. Wer soll jetzt konsumieren, kaufen, shoppen?
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Montag, 23. Februar 2009
Scharfe Analyse
Die FTD hat eine scharfe Analyse über die (Banken-) Situation in Österreich geschrieben. Sie finden sie hier:
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Agenda-Wiener-Drama/478066.html?p=1
Schöne Grüße nach Wien!
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Agenda-Wiener-Drama/478066.html?p=1
Schöne Grüße nach Wien!
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Donnerstag, 19. Februar 2009
Raiffeisen, Erste Group, VIG
Geld oder Absturz?
Jahrelang waren die osteuropäischen Länder die Spitzeneinnahmequelle Österreichischer Banken. Durch die Krise wurden die einstmals gefeierten Engagements nun zur Bedrohung. Die Sorge um massive Kreditausfälle spiegelt sich derzeit in den hohen Kurskapriolen von Raiffeisen International, Erste Group und Vienna Insurance Group wieder. In einem interessanten Themenschwerpunkt informiert die "Kleine Zeitung" über die Details und Hintergründe.
Jahrelang waren die osteuropäischen Länder die Spitzeneinnahmequelle Österreichischer Banken. Durch die Krise wurden die einstmals gefeierten Engagements nun zur Bedrohung. Die Sorge um massive Kreditausfälle spiegelt sich derzeit in den hohen Kurskapriolen von Raiffeisen International, Erste Group und Vienna Insurance Group wieder. In einem interessanten Themenschwerpunkt informiert die "Kleine Zeitung" über die Details und Hintergründe.
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Dienstag, 17. Februar 2009
Bankenmassaker
Wer heute in dem Wirtschaftsblatt schaut, traut seinen Augen kaum: Erste böse abgestraft, Raika im freien Fall, VIG angeschlagen ...
Doch lesen Sie selbst eine kleine Auswahl:
"Raiffeisen International gab auf bis zu 13,13 € nach. Im Sog der Banken ging auch die Versicherungsaktie der Vienna Insurance Group in die Knie: Sie fiel auf bis zu 16,90 € (minus 18,4 Prozent). Tendenz: ungewiss.
Flughafen Wien erreichte mit 25,27 € ein Mehrjahrestief, ebenso AUA mit 2,90 €. Die Bauaktie Strabag erreichte mit 11,00 € ein neues All-Time-Low, doch dann fiel auch diese Marke. 10,90 € hiess um 16.31 Uhr, ehe es weiter abwärts ging auf 10,75 €.
Erste und Raiffeisen zählen zu den Tages-Topverlierern im europäischen Bankensektor, VIG zu den Topverlierern im europäischen Versicherungssektor. Die Aktie von Günter Geyer hat binnen zwölf Monaten rund zwei Drittel ihres Werts eingebüßt. Schlechter performt haben nur Euler Hermes, Swiss Re und Swiss Life. Eine der Folgen der Kursstürze: VIG ist gemessen am Börsewert war zeitweise teurer als die Erste Group, die bereits um 2,3 Milliarden € zu haben ist."
Und das alles, weil man im Osten gute Geschäfte gemacht hat - oder ist das jetzt die Rechnung?
Doch lesen Sie selbst eine kleine Auswahl:
"Raiffeisen International gab auf bis zu 13,13 € nach. Im Sog der Banken ging auch die Versicherungsaktie der Vienna Insurance Group in die Knie: Sie fiel auf bis zu 16,90 € (minus 18,4 Prozent). Tendenz: ungewiss.
Flughafen Wien erreichte mit 25,27 € ein Mehrjahrestief, ebenso AUA mit 2,90 €. Die Bauaktie Strabag erreichte mit 11,00 € ein neues All-Time-Low, doch dann fiel auch diese Marke. 10,90 € hiess um 16.31 Uhr, ehe es weiter abwärts ging auf 10,75 €.
Erste und Raiffeisen zählen zu den Tages-Topverlierern im europäischen Bankensektor, VIG zu den Topverlierern im europäischen Versicherungssektor. Die Aktie von Günter Geyer hat binnen zwölf Monaten rund zwei Drittel ihres Werts eingebüßt. Schlechter performt haben nur Euler Hermes, Swiss Re und Swiss Life. Eine der Folgen der Kursstürze: VIG ist gemessen am Börsewert war zeitweise teurer als die Erste Group, die bereits um 2,3 Milliarden € zu haben ist."
Und das alles, weil man im Osten gute Geschäfte gemacht hat - oder ist das jetzt die Rechnung?
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