Sie wundern sich, warum Sie noch nicht an der Schweingrippe gestorben sind?
Ein wirklich aufschlussreiches Interview über die Medienmechanismen lesen Sie hier:
"Alle starren auf den Tod"
Mehr Drama! So lautet das Motto, wenn Medien über die Schweinegrippe oder Finanzkrise berichten. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt der Forscher Hans Mathias Kepplinger, wie Panikmache abläuft, wer davon profitiert - und warum auch TV-Wetterfrösche nur noch Quatsch quaken.
SPIEGEL ONLINE: Es scheint, als breche die große Schweinegrippe-Seuche vorerst doch nicht aus - obwohl die Berichterstattung bisweilen den gegenteiligen Eindruck erweckte. Stichwort Panikmache: Haben Sie sich über die Medien in den letzten Tagen geärgert?
Kepplinger: Allerdings. Besonders das Fernsehen hat auf eine Weise berichtet, die ich bisher für unmöglich gehalten habe. Eine Ausgabe der "Tagesthemen" ist mir besonders negativ aufgefallen - nur Dramatisierung. Das reichte von der Stimmführung der Sprecher - grabestiefes Tremolo - bis zur Dramaturgie. Der Anteil der Informationen stand in keinem Verhältnis zur emotionalen Intensität. Ich finde diese Bereitschaft, ein Angstszenario aufzubauen, sehr befremdlich. (...)
Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,622856,00.html
Posts mit dem Label Ethik in der Wirtschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ethik in der Wirtschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Montag, 11. Mai 2009
Montag, 4. Mai 2009
Was ist nun mit der Grippe?
Merkwürdig. Nachdem die drohende Pandemie mit acht Toten
(in Worten: a c h t) in einer Millionenstadt doch nicht so richtig auf Trab kommen möchte, warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einer zweiten Grippewelle, die dann aber wirklich, echt, versprochen und garantiert vielen, vielen Menschen den Garaus machen wird.
Man schüttelt den Kopf. Tamiflu ist ausverkauft (und wird fleißig nachproduziert), die Pharma-Aktien steigen und ansonsten ist alles wie immer.
Die Sonne scheint, der Regen fällt, das Gras wächst. Gelassenheit – wir sollten viel gelassener werden. Und dabei heiter bleiben. Denn sterben müssen wir sowieso und das ist gut so!
(in Worten: a c h t) in einer Millionenstadt doch nicht so richtig auf Trab kommen möchte, warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einer zweiten Grippewelle, die dann aber wirklich, echt, versprochen und garantiert vielen, vielen Menschen den Garaus machen wird.
Man schüttelt den Kopf. Tamiflu ist ausverkauft (und wird fleißig nachproduziert), die Pharma-Aktien steigen und ansonsten ist alles wie immer.
Die Sonne scheint, der Regen fällt, das Gras wächst. Gelassenheit – wir sollten viel gelassener werden. Und dabei heiter bleiben. Denn sterben müssen wir sowieso und das ist gut so!
Labels:
Ethik in der Wirtschaft
Donnerstag, 30. April 2009
Wirtschaftskrise einmal anders
Die Zahlen über den aktuellen Absturz der Realwirtschaft sind zweifelsohne beeindruckend. In Deutschland geht man inzwischen von Minus sechs Prozent aus – es könnte aber noch mehr werden.
Die Folgen sind dramatisch. Nicht nur für die Menschen. Auch für die Natur.
Ohne zynisch sein zu wollen: Für die geplagte Natur ist der Absturz eine Wohltat. Allein über den Brenner sollen in wenigen Wochen 40.000 LKW weniger gefahren sein. Vierzigtausend! Wieviel Diesel, Ruß, Lärm, Staub, Abrieb weniger! Gleiches gilt für alle Bereiche, in denen unsere Industrie Rohstoffe frisst. Und noch etwas kann man schön beobachten: Die Verlogenheit der westlichen Gesellschaften. Wenn es uns gut geht, schreien wir nach Umweltschutz, fordern Verzicht, Nachhaltigkeit, Energiesparen. Und wenn das System tatsächlich auf „Verzicht“ schaltet, machen wir lange Gesichter.
Der „Westen“ muss sich entscheiden, welchen Weg er in Zukunft gehen will. Fressen und dabei Abnehmen – beides geht nicht!
Die Folgen sind dramatisch. Nicht nur für die Menschen. Auch für die Natur.
Ohne zynisch sein zu wollen: Für die geplagte Natur ist der Absturz eine Wohltat. Allein über den Brenner sollen in wenigen Wochen 40.000 LKW weniger gefahren sein. Vierzigtausend! Wieviel Diesel, Ruß, Lärm, Staub, Abrieb weniger! Gleiches gilt für alle Bereiche, in denen unsere Industrie Rohstoffe frisst. Und noch etwas kann man schön beobachten: Die Verlogenheit der westlichen Gesellschaften. Wenn es uns gut geht, schreien wir nach Umweltschutz, fordern Verzicht, Nachhaltigkeit, Energiesparen. Und wenn das System tatsächlich auf „Verzicht“ schaltet, machen wir lange Gesichter.
Der „Westen“ muss sich entscheiden, welchen Weg er in Zukunft gehen will. Fressen und dabei Abnehmen – beides geht nicht!
Labels:
Ethik in der Wirtschaft
Mittwoch, 11. März 2009
Ohne Werte geht es nicht!
Die Welt berichtet über den Fall einer Entlassung:
Der Fall der wegen 1,30 Euro gekündigten Kassiererin sorgte für Aufsehen. Im Interview spricht Tengelmann-Chef Haub über Vertrauen, Gerechtigkeit, die Wirtschaftskrise und seine Erfahrung mit Banken. Karl-Erivan Haub macht deutlich: Er würde die Kassiererin jederzeit wieder entlassen –
Quelle:
http://www.welt.de/wirtschaft/article3352806/Das-sagt-der-Tengelmann-Chef-ueber-den-Rauswurf.html
Denn, so Haub, die Kassiererin habe gegen zwei fundamentale Dinge verstoßen:
1. Du sollst nicht stehlen
2. Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen
Haub gilt als "konservativer" Chef, der auf einem "antiquierten" Wertefundemant steht - und seiner Firma geht es gut!
Der Fall der wegen 1,30 Euro gekündigten Kassiererin sorgte für Aufsehen. Im Interview spricht Tengelmann-Chef Haub über Vertrauen, Gerechtigkeit, die Wirtschaftskrise und seine Erfahrung mit Banken. Karl-Erivan Haub macht deutlich: Er würde die Kassiererin jederzeit wieder entlassen –
Quelle:
http://www.welt.de/wirtschaft/article3352806/Das-sagt-der-Tengelmann-Chef-ueber-den-Rauswurf.html
Denn, so Haub, die Kassiererin habe gegen zwei fundamentale Dinge verstoßen:
1. Du sollst nicht stehlen
2. Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen
Haub gilt als "konservativer" Chef, der auf einem "antiquierten" Wertefundemant steht - und seiner Firma geht es gut!
Labels:
Ethik in der Wirtschaft
Abonnieren
Posts (Atom)
